Genium - ein Meilenstein der Prothetik

25.04.2012

Glotz begleitet die Markteinführung der GENIUM-Prothese von ottobock

Das Genium steuert natürliches Gehen intuitiv
Einfach gehen ohne darüber nachzudenken, rückwärts und vorwärts, mal schnell, mal langsam, so, wie es die Situation erfordert, Treppen steigen und hinuntergehen, Hindernisse überwinden, entspannt Sitzen: Für die meisten Menschen ist das ganz selbstverständlich. Nicht jedoch für Prothesenträger. Ein Prothesenkniegelenk, das all das ermöglicht, würde eine echte Bereicherung für viele Anwender bedeuten.

Aus genau diesem Grund ist das neue Genium, eine Entwicklung der Firma Ottobock, ein Meilenstein der Prothetik. Es unterstützt den natürlichen Bewegungsablauf bis ins Detail - und das, ohne dass der Träger das Gelenk bewusst steuern muss. Alles geschieht in Echtzeit, der Anwender nutzt das Genium intuitiv und Gehen wird zur Selbstverständlichkeit. Möglich macht das neueste Computer-, Sensor- und Regeltechnik. Dank dieser Technologie reagiert das Genium intelligent auf unterschiedlichste Situationen des Alltags, so dass der Anwender dem natürlichen Gehen weit näher kommt als mit bisherigen prothetischen Lösungen. Eingebaute Messsensoren überprüfen permanent, in welcher Phase des Gehens sich der Träger gerade befindet - berücksichtigt werden dabei unter anderem die Geschwindigkeit, die Beschleunigung und auch die Lage der Prothese im Raum. Der Kraft- und Koordinationsaufwand, insbesondere bei Steigungen, Gefälle oder Unebenheiten, wird für den Anwender spürbar reduziert.

Mit der Oberschenkelprothese Treppen steigen im Wechselschritt
Highlight des Genium ist die Möglichkeit, erstmals Treppen im Wechselschritt zu steigen, ohne aktiven Antrieb und ohne massive Kompensationsbewegungen auszuführen. Intuitiv, aus der Bewegung heraus, ganz ohne spezielle Befehle ist diese Genium-Funktion eine Lösung, die bisher für nicht motorbetrieben Prothesen unmöglich schien. Auch Bordsteinkanten, Hindernisse im Haushalt oder andere alltägliche Stolperfallen können so in einer sehr viel natürlicheren Bewegung mit gestärkter Sicherheit gemeistert werden.

Praktische Neuerungen für den Anwender sind darüber hinaus die lange Akkudauer der mikroprozessorgesteuerten Prothese - er hält durchschnittlich fünf Tage - sowie die Spritzwasserbeständigkeit. In vielen Herausforderungen des alltäglichen Lebens kann sie damit unbedenklich eingesetzt werden. Für Insider: das C-Leg war gestern, das Genium ist heute das knieprothetische Nonplusultra.

Zertifizierte Anpassung durch ausgewählte Sanitätshäuser
Nachweislich große Erfahrung in der Oberschenkelprothetik sowie mit
mikroprozessorgesteuerten Gelenken, spezielle Schulungen mit Prüfungsabschluss und die technische Ausstattung mit Spezialgeräten sind Voraussetzung, um Patienten mit dem neuen Genium Kniegelenk zu versorgen. Damit wird ein einheitlich hoher Versorgungsstandard sichergestellt, so dass die komplexe Technik des neuen Prothesensystems durch die Anwender voll ausgeschöpft werden kann. Die Orthopädietechnik im Vital-Zentrum Glotz erfüllt diese Bedingungen als eines der ersten Sanitätshäuser in Deutschland. Im Umkreis von 60 Kilometern um Stuttgart ist kein anderes Sanitätshaus Genium-zertifiziert.

Weitere  Informationen:  http://genium.ottobock.com/das-genium/