Urologischer Gesundheitstag

21.10.2013
Urologischer Gesundheitstag zum Thema Erkrankungen der Harnblase - Eine Initiative des Urologen-Netz-Stuttgart e. V.

Im Jahr 2013 hat sich das Urologen-Netz-Stuttgart e. V. zur Aufgabe gemacht, das Thema „Erkrankungen der Harnblase“ in den Mittelpunkt des 3. Urologischen Gesundheitstags zu stellen.

Die Harnblase kann auf sehr vielfältige Arten erkranken. Anlässlich des 3. Urologischen Gesundheitstags erhalten die Teilnehmer umfassende Informationen über Anatomie und Funktion der Harnblase sowie Wissenswertes über die Leitsymptome bei den entsprechenden Blasenerkrankungen. Ein zentrales Thema stellen die verschiedenen Formen des unfreiwilligen Urinabgangs (Harninkontinenz), der Diagnostik und der Therapie dar. In Deutschland sind davon 6 - 8 Millionen Menschen betroffen. Nur 40 % der Betroffenen suchen deshalb den Arzt auf. Häufig wird die Erkrankung aus Scham verschwiegen und führt zur sozialen Isolation. Für die Form der sog. Belastungsinkontinenz wird eine erfahrene Physiotherapeutin Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur vorstellen. Ein besonderer Vortrag ist dem Problem des Einnässens von Kindern gewidmet.

Nicht nur durch unfreiwilligen Urinabgang, sondern auch durch unvollständige Blasenentleerung kann die Harnblase Schwierigkeiten bereiten. Angesprochen werden unter anderem Störungen des Harnabflusses durch Prostatavergrößerung, Harnröhrenverengungen, Senkungen der Urogenitalorgane der Frau und Störungen der Blasenentleerung durch Nervenerkrankungen.

Zu den häufigsten Gründen für Arztbesuche zählen die Entzündungen der Harnblase. Aufgrund der kürzeren Harnröhre sind Frauen zehn Mal häufiger von Blasenentzündungen betroffen als Männer. Bis zu 30 % aller Frauen haben mindestens ein Mal pro Jahr einen Harnwegsinfekt. Dieses für viele Menschen wichtige Thema wird in einem separaten Vortrag behandelt.

Neben den genannten gutartigen Blasenerkrankungen ist auch die Erkrankung des Harnblasenkrebses Bestandteil des 3. Urologischen Gesundheitstags. Die Teilnehmer erhalten urologische Informationen über Diagnostik und Therapie der verschiedenen Stadien dieser fünfthäufigsten Krebserkrankung in Deutschland.

Abgerundet wird die Veranstaltung durch Empfehlungen, wie man Blasenerkrankungen vorbeugen bzw. diese ggf. rechtzeitig erkennen kann.