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Neurorehabilitation


Funktionelle Elektro­stimulation – elegant, einfach und anpassungsfähig

 

Für Ihre Bewegungsfreiheit
Hand-Rehabilitationssystem und Fußhebersystem 

Elektronisches Fußhebersystem bei Fußheberschwäche

Elektronische Fußhebersysteme können bei Menschen eingesetzt werden, deren Fußheberschwäche auf eine Erkrankung des Zentralen Nervensystems zurückzuführen ist. So kann Betroffenen nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma, sowie Personen mit Multipler Sklerose oder inkompletten Rückenmarksverletzungen geholfen werden, weiterhin mobil und beweglich zu sein oder es wieder zu werden.

Das MyGait von Otto Bock sowie das NESS L300 der Firma Bioness sind elektronische Fußhebersysteme, welche mittels Oberflächenstimulation arbeiten. Das bedeutet, der Wadenbeinnerv des betroffenen Beines wird von außen über kleine elektrische Impulse stimuliert. Dies hat eine Aktivierung der Fußhebermuskulatur zur Folge und die Fußspitze wird angehoben.

Durch das aktive Anheben des Fußes wir ein Hängenbleiben der Fußspitze verhindert. Die Sturzgefahr wird deutlich reduziert, die Gangsicherheit erhöht. Ein verbessertes Gangbild sowie eine erhöhte Geschwindigkeit werden ermöglicht.

Zu einem Fußhebersystem gehören drei Komponenten: Eine leichte und bequeme Stimulationsmanschette, ein Gangsensor und eine drahtlose, tragbare Steuerung. Die Manschette wird direkt unter dem Knie getragen, der Gangsensor im Schuh. Mithilfe der Steuerung können Sie das Fußhebersystem an- und ausschalten sowie die Stärke der Stimulation selbst bestimmen. Durch die handliche Größe kann diese bequem in der Hosentasche transportiert werden.

Hand-Rehabilitationssystem bei Handlähmungen

Das Ness H200 der Firma Bioness unterstützt dabei, die Muskultur der Hand, bei Lähmungen und Paresen (teilweiser Bewegungsverlust) nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma, Rückenmarksverletzungen oder anderen neurologischen Erkrankungen wieder zu kräftigen und Handfunktionen gezielt zu trainieren.

Durch NESS H200-Handrehabilitationssystem stimuliert mittels kleiner elektrischer Impulse entsprechende Nerven, die die Muskeln der Hand und des Unterarms kontrollieren. Die Hand wird so geöffnet und geschlossen.
Mit dem H200 können Programme je nach Bedürfnis individuell angepasst werden. Somit unterstützt das System bei alltäglichen Aktivitäten sowie beim Erreichen von nachhaltigen Trainings- und Therapiezielen.

Weitere Informationen zu neuro-orthopädischen Versorgungsmöglichkeiten finden Sie in unserem Flyer.

Implantierbares Fußhebersystem bei Fußheberschwäche

Das ActiGait-System der Firma Otto Bock ist ein implantierbarer Stimulator, der die unzureichende Kontrolle der Fußhebung bei Schlaganfallpatienten während des Gehens kompensiert.

Das Neuroimplantat wird im Zuge eines operativen Eingriffs unter der Haut eingesetzt. Über kleine elektrische Impulse kann nun der Nerv direkt stimuliert und in der Folge die Muskeln der Fußhebung aktiviert werden. Der Fuß wird kontrolliert angehoben.

Das Ergebnis ist ein deutlich verbessertes Gangbild. Ein Hängenbleiben der Fußspitze wird vermieden und somit die Sturzgefahr verringert. Die Gangsicherheit wird deutlich gesteigert und ermöglicht eine erhöhte Gehgeschwindigkeit.


Wie funktionieren die Geräte?

Das Gerät setzt an der Stelle an, an der die Kommunikation zwischen Gehirn und Muskeln nicht mehr richtig funktioniert. Die oben beschriebenen Erkrankungen können zu einer gestörten Kommunikation führen. Die elektrischen Signale vom Gehirn kommen in diesen Fällen nicht in den betroffenen Muskeln an. Die Folge ist, dass die Muskeln nicht mehr gesteuert werden können. Die Geräte von Bioness ersetzen diese Signale, sodass die Muskeln wieder zur Bewegung genutzt werden können.

Ist die Nutzung der Geräte schmerzhaft?

Meistens wird das Gefühl bei der Nutzung als prickelnd empfunden. Schmerzhaft soll es nicht sein. Für ein angenehmes Tragegefühl wird das Gerät bei uns individuell auf Sie und Ihre persönlichen Empfindungen eingestellt. Lassen Sie sich bei uns beraten und "erfühlen" Sie selbst, ob dies der richtige Weg für Sie ist.

NESS L300: Erfahrungsbericht eines Patienten

Bruno Pfeifer, promovierter Jurist, Jahrgang 1970, gibt Einblick in seine Krankengeschichte. Im Alter von 33 Jahren erlitt er aus heiterem Himmel einen Schlaganfall und leidet seitdem unter Lähmungserscheinungen und Spasmen insbesondere der rechten Körperhälfte. Bei seinen Sprach- und Lesebeeinträchtigungen kann eine Logopädin bzw. eine voice-reader-Software helfen. Die Hilfe beim Bewegungsablauf vertraut er den Fachleuten der Glotz-Orthopädietechnik an. Die größten Fortschritte erzielt Herr Pfeifer mit dem Einsatz eines elektronischen Systems zur funktionalen Elektrostimulation (Ness L300). Diese Einheit aus Beinmanschette, intelligentem Sensor und Steuereinheit kommuniziert drahtlos miteinander und bewirkt ein situatives Anheben des Fußes vor der Schwungphase. Ein Stolpern aufgrund der Fußheberlähmung wird dadurch vermieden und die Bewegung beim Gehen wird "runder". Bei einer Vorführung konnten sich die Gäste mit eigenen Augen davon überzeugen, als Herr Pfeifer einige Schritte auf und ab ging - zunächst mit ausgeschaltetem, dann mit eingeschaltetem Ness L300.

Dr. jur. Bruno Pfeifer (www.schlaganfall-blog.de) ist von der Anwendung des NESS L300 überzeugt. Er engagiert sich als Botschafter für die Deutsche Schlaganfallhilfe.

Bruno Pfeifer auf YouTube: Arthrosan gegen Bioness

Probeversorgung: L300-S bei Kindern

Vor Kurzem erfolgte eine erste Probeversorgung bei einem kleinen Kind. Diese hat sogar die hochgesteckten Erwartungen der Eltern und der Glotz-Experten übertroffen. Der fünfjährige Junge ließ sich von „Fremden“ das Gerät problemlos am Bein anbringen und konnte nach den entsprechenden Einstellungen spontan gut damit laufen. Es wurde ein Kostenvoranschlag eingereicht, und sobald die Krankenkasse die Versorgung genehmigt, wird er im wahrsten Sinne des Wortes unbeschwert in die Zukunft gehen können. Auch bei Kindern muss eine Schädigung des zentralen Nervensystems vorliegen, um die myo-elektrische Orthese nutzen zu können. Hier ging es um die Indikation ICP (infantile Cerebralparese), die sich häufig durch Sauerstoffmangel während der Geburt ergibt. Aber auch kindliche Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumata oder inkomplette Querschnittlähmungen gehören in dieses Versorgungsfeld.


 

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Gerne können Sie aber auch ganz unabhängig von Anwendertagen einen persönlichen Termin unter der Telefonnummer 07156/178 98 -300 vereinbaren. Auch für Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

 

Wir freuen uns auf Sie und Ihren Anruf!

bioness

www.schlaganfall-hilfe.de

www.ottobock.de

www.fußheberschwäche.de